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Was Frauen wollen!

Unser Schreiben auf dem Kundenserviceblog trifft nicht nur die externe Leserschaft. Was mich freut. Es hat sich ein Gastautor gemausert. Aber nun genug der Einleitung. Nachfolgend die Gedanken meines Kollegen Mark Hauri (Chef-Controller der PIDAS) über Marketing-Aktionen per E-Mail:

Vor einigen Tagen habe ich wieder einmal mein privates Mailkonto durchgesehen. Ihr kennt das sicherlich auch. Wie jedes Mal musste ich als erstes die geliebten SPAM Mails löschen. Auch seriöse Anbieter fühlen sich berufen, mir meine kostbare Zeit mit unzähligen Newslettern, Informations- und Werbemails zu stehlen. Routiniert markiere ich also die ersten 20 Einträge und will gerade die Delete-Taste drücken, da stoppt mich ein Mail von unseren Freunden von Amazon, das ebenfalls für die Fahrt ins elektronische Nirwana bestimmt war.

Irritiert putze ich als erstes meine Brillengläser und vergewissere mich, ob ich mich nicht verlesen hätte. Kein Zweifel, da steht es: Betreff „WAS FRAUEN WOLLEN". Nicht etwa als Frage, nein, sondern als Bemerkung.

Ist es möglich? Haben die Profis bei Amazon eine Antwort auf die Frage, die sich Männer seit Anbeginn der Zeit stellen, gefunden? Vor meinem geistigen Auge sehe ich bereits das Bild einer neuen verbesserten Welt (2.0). Keine Missverständnisse mehr zwischen den Geschlechtern. Ein einzig Volk von Brüdern und Schwestern vereint in Harmonie und Verständnis.

Nachdem mein Puls sich bei gefühlten 250 Schlägen pro Minute eingependelt hat, wage ich es, die Mail zu öffnen. Und was ist nun die Antwort von Amazon auf dieses Mysterium: Schuhe, Schmuck, DVD-Player, Parfüm, Uhren, MP3-Player und Sex and the City DVDs!

Ohje, welch harte Landung auf dem frisch geteerten Marketingboden der Realität. Anstelle eines kreativen und witzigen Ansatzes wird mir die gesamte Produktpalette des Onlinehändlers im altbekannten Standardformat vor den Latz geknallt.

Ein wichtiges Ziel von Marketing und Werbung ist es, über neugierig machende Botschaften, den Kunden überhaupt auf Produkte oder Sortimente hinzuweisen. In diesem Beispiel gelingt dies hervorragend. Normalerweise werden E-Newsletter ja direkt in den Papierkorb verschoben. Falls wie hier, dann allerdings der Hauptgang fade und trocken serviert wird, enttäuscht dies den potentiellen Kunden. Ganz besonders irritiert mich dies bei Amazon, die mein Kaufverhalten perfekt analysieren könnten.

In solchen Fällen könnte der Einsatz von intelligenter Software, wie sie auch im E-Level bei Service-Organisationen eingesetzt wird, weiterhelfen. Somit würde auch der Inhalt der Qualität der Verpackung entsprechen.

Falls Ihr Ergänzungen habt, ähnliche Beispiele kennt, oder ganz einfach die Frage beantworten könnt, was Frauen nun wirklich wollen, würde ich mich über Kommentare freuen.

 

Siehe auch:
Spamlöschend geht der Morgen zu Ende...

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