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Online-Shops ziehen uns an

Ein Weilchen hat's gedauert - umso fundierter kommt nun unser zweiter Livebericht aus der Reihe "Der Einkauf im Internet" daher. Dieses Mal teilt unsere "Fashion-Queen" Angelika Huber ihre Erlebnisse aus der grossen weiten Welt der Online-Shops mit uns. Meinungen, eigene Erfahrungsberichte und Diskussionen ausdrücklich willkommen...! Nun aber Bühne frei für Angelika Hubers "anziehende" Erkenntnisse:

Die Möglichkeit, Kleider, Schuhe oder Accessoires gemütlich im Internet zu erwerben, war mir des längeren bekannt. Allerdings habe ich mich bisher zurückgehalten. Meine Skepsis war schlicht zu gross. Selbstverständlich erfülle ich das Klischee mit "ich hab einfach nichts anzuziehen" und deshalb gehört Shopping auch zu meinen Hobbys. Aber ich will mir die Sachen einfach gemütlich im Laden anschauen und anprobieren.

Naja, meine Meinung musste ich nach diesem Test, wozu ich mich grosszügig als Versuchskaninchen gemeldet habe, nun etwas revidieren.

Wie bereits die Studie der Universität St. Gallen festgestellt hat, steigen Trend und Nachfrage online einzukaufen stetig. Viele Unternehmen haben ihre Dienstleistung deshalb um einen Onlineshop erweitert. Bekannte Namen wie Esprit, H&M oder Vögele Shoes habe ich hinsichtlich ihres Onlineshops nun getestet. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Bei Jelmoli, deren Spezialität seit jeher der Versand von Produkten ist, wollte ich erstmal testen, wie der Service rund ums Bestellen läuft. Ich habe also über das Kontaktformular um den grossen Katalog per Post gebeten. Wirklich eine einfache Hürde, dachte ich. Der Katalog kam nach mehr als drei Wochen. Für mich ein No Go.

Ein wenig enttäuscht war ich von H&M, Nike oder VeroModa. Alle drei verfügen zwar über einen Onlineshop, allerdings liefern sie nicht oder nur unter sehr erschwerten Umständen in die Schweiz. Hallo Welt - wir haben auch schon Strom!

Fairerweise muss ich zugeben, dass alle auf meine Anfrage, ob eine Erweiterung in die Schweiz geplant ist, zeitnah geantwortet haben. Ich gehe also bestimmt wieder einmal in einen nicht virtuellen Shop der besagten Anbieter.

Beldona verzichtet bewusst auf Postversand und E-commerce. Die Entscheidung ist nachvollziehbar und finde ich in dem Bereich auch sympathisch. Wer schon mal in einer Filiale war, weiss, was ich meine.

Negative Erfahrung habe ich mit dem Onlineshop von Vögele Shoes gemacht. Bei der Bestellung gab es technische Probleme und ich musste dreimal beginnen. Selbst als ich einen erneuten Versuch an einem anderen Tag wagte. Benutzerfreundlichkeit ade. Das Sortiment ist sehr bescheiden und prompt konnte einer, von zwei meiner auserwählten Artikel, nicht mehr geliefert werden. Dies erfuhr ich natürlich erst später.

Das Beste zum Schluss: Der absolute Gewinner meines Selbstversuchs ist Esprit. Sensationell finde ich, dass keine Versandgebühren erhoben werden. Selbst bei Rücksendung zahle ich als Kunde keinen Rappen. Der Shop ist sehr übersichtlich und die Info, in welchen Grössen das Produkt noch zur Verfügung steht, finde ich super. Als einziger Onlineshop verschickt Esprit Statusmeldungen zum jeweiligen Auftrag, was mich als Kunde immer auf dem Laufenden hält. Der einzige Meckerpunkt, den ich zu vergeben habe, betrifft den Newsletter. Man wird quasi zugespamt. Alle drei vier Tage erhält man eine Mail über die aktuellsten Trends oder Aktionen.

Liebes Esprit-Team: hier bitte etwas bremsen ansonsten seid ihr top!

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Re: Online-Shops ziehen uns an

  • Von: Reinhard PAUL
  • , 16. Juli 2009,
  • 15:50

Hallo allseits,
hier auch eine männliche Stimme zum Online-Einkauf. Es gibt bereits viele komfortable Online-Shops, oft verstecken sich aber herbe Enttäuschungen beim online-shopping. Bei Amazon z.B., das mein Lieblingsbuchgeschäft geworden ist, muss man höllisch aufpassen, keine Artikel von Fremdfirmen zu erwischen, da in diesem Fall ganz amazon-unüblich plötzlich Versandkosten entstehen (und zwar gesalzene). Bei gebrauchten Büchern gibt es oft gar keine Versandmöglichkeit nach Österreich (nur innerhalb Deutschlands möglich) - da schließ ich mich bei Annita an: hallo, wir zahlen auch mit EURO und haben schon Strom.
Beim Versandhandel ist zum Teil nicht das ganze Sortiment online bestellbar bzw. es ist ziemlich mühsam, alle Artikel zu einer Rubrik durchzuklicken (da ist der Katalog noch immer im Vorteil, da hat man das in wenigen Augenblicken durchgesehen).

Für Leute wie mich, die wenig Zeit haben, ist online-shopping eine echte Alternative, daher bestelle ich ziemlich viel online oder zumindest im Versandhandel.
Grüße
Reinhard

online

  • Von: Annita
  • , 07. Juli 2009,
  • 16:26

Ganz verhext wird es, wenn du bei einem Online Shop bestellst, die Ware kommt jedoch von einem anderen. So ist es uns ergangen, als wir bei OTTO mehrere Bikinis zur Ansicht bestellt haben. Die Bikinis kamen dann von Sportscheck, jedoch jeweils im Abstand von mehreren Wochen. Ein direkter Vergleich konnte also nicht gemacht werden, da die Ware innerhalb von 14 Tage retourniert werden muss, wenn man sie nicht behalten möchte.
Gleich bei der zweiten Lieferung hat sich meine Tochter für das gelieferte Modell entschieden; und die restlichen bestellten Modell habe ich dann per Email abbestellt. Leider war dieses Storno völlig erfolglos; im Abstand von 2 bis 6 Wochen wurden weitere Modelle geliefert, die wird nach der Lieferung zurück schicken mussten.
Fazit: Online Bestellung ersetzt nicht immer das shopping im Laden. In unserem Fall mussten wir wegen einer Bestellung fünfmal zur Post. Ich glaube, der Stress im Geschäft beim Anprobieren wäre auch nicht grösser gewesen.

"strafaufgabe"

  • Von: testerin
  • , 23. Juni 2009,
  • 21:30

da musste die schreiberin aber viele shops ausprobieren. für das weibliche geschlecht wahrlich eine "strafaufgabe"... besten dank frau huber für die nützlichen tipps!

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