Kundenservice Blog - Das Expertenblog für Kundenservice
Eine Woche im Zeichen des Kundenservices
Von Conradin Egli, 01. Oktober 2007 – 17:32:00
Letzte Woche war ich viel unterwegs und kam mit vielen Dienstleistern für den täglichen Bedarf in Kontakt. Die Unterschiede sind wirklich erstaunlich:
Mittwoch, 19. September, 12:45 Uhr
Essen im „Café del Mundo" in Basel. Selbstgemachte Tomatensuppe, Salat und selbstgemachte Quiche. Hat alles super geschmeckt. Aber nicht nur das Angebot ist sympathisch. „Darf's noch etwas Dressing oder Brot sein?". Ein Lachen und ein „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag." Einfach empfehlenswert!
Mittwoch, 19. September, 16:30 Uhr
Zugfahrt nach Kloten Flughafen. Verspätete Abfahrt in Basel. Die Kondukteurin gibt bereitwillig - und es ist anzunehmen, dass ich nicht der erste Fragende bin - Auskunft zu Anschlussverbindungen in Zürich.
Mittwoch, 19. September, 19:47 Uhr
Ankunft in Wien Flughafen. Muss dringend aufs WC. Nach langer ungeduldiger Lauferei finde ich endlich die Toiletten. Doch leider werde ich von einer barschen Putzfrau „rausgeschmissen": „Toiletten geschlossen. Ich muss hier putzen!". Wo sich die andere Toiletten befinden, muss ich im 10minütigen Alleingang herausfinden, da die Putzfrau nicht allzu kommunikativ ist. Aber wer kann es ihr verübeln.
Donnerstag, 20. September, 18:51 Uhr
Hotel Harry's in Graz. „Hallo, ich bin die Fabienne!" - so die warme Begrüssung an der Rezeption. Die Atmosphäre hab ich als zuvorkommend und nett aber nicht aufdringlich empfunden. „Zum Wohlfühlen - über kurz oder lang", kann man auf dem Web-Auftritt entnehmen. Selten war für mich ein Versprechen eines Unternehmens so stimmig wie in diesem Hotel.
Freitag, 21. September, 23:00
Bahnhof Zürich. Mineralwasser gekauft. „Macht 7 Franken." Halte 50 Franken hin. „Habens Sie's nicht kleiner?", „Leider nein.". Fluchend nimmt der Verkäufer das Geld entgegen und widerwillig erhalte ich seine letzten beiden 20iger-Noten. Na ja!
Mein Fazit: Es bedarf eigentlich nicht viel zuvorkommend und nett mit Kunden umzugehen. Für mich als Kunde ist der Unterschied jedoch spürbar und entscheidet darüber, ob ich mich wohlfühle oder nicht und ob ich wiederkehre oder nicht. Allerdings kann ich schon nachvollziehen, dass jeder mal einen schlechten Tag hat. Wir sind ja alle nur Menschen. So kann man nicht erwarten, dass eine Toiletten-Putzfrau jeden Tag die Freundlichkeit in Person ist.
- 4.0
- | Kategorie: Kundenservice
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RE: Kundenservice privat
- Von: conradin egli
- , 27. Oktober 2007,
- 13:00
Auch wenn es sich hierbei nicht um die CDU-Politikerin handelt...das nenne ich Einsatz für den Staat. Frau Schipanski hat trotz der technischen Schwierigkeiten einen guten Kundenservice geboten und ihr privates Handy benutzt. Gut gemacht. Das Beispiel zeigt uns, dass der Anfang von gutem Kundenservice die Menschen sind und wenn Kundenservice von jeder einzelnen Person gelebt wird, wird es der Kunde spüren.
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Kundenservice privat
Heute musste ich wegen einer Bewilligung mit verschiedenen staatlichen Stellen in Deutschland telefonieren. Telefonate nach Deutschland empfinde ich normalerweise als ziemlich anstrengend, da die Leute dort immer ziemlich schnell und sehr kurz angebunden sind, und oft auch ziemlich unfreundlich. Eine Mitarbeiterin bei LAGetSi - Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit in Berlin hat mich heute positiv überrascht. Sie versprach mir einen Rückruf, und tatsächlich wurde ich nach einiger Zeit von einer deutschen Mobile Nummer angerufen und um Rückruf gebeten. Die freundliche Frau Schipanski (nicht die Dagmar Schipanski, sondern eine andere) hat doch tatsächlich den Rückruf mit Ihrem privaten Handy getätigt, weil sie von Ihrem Arbeitsplatz nicht ins Ausland telefonieren kann. Das nenne ich perfekten Kundenservice.