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SMS, ein noch immer unterschätzter Kundenkontaktkanal!

SMS, ein noch immer unterschätzter Kundenkontaktkanal!

Elektronische Medien wie das E-Mail, Homepage oder SMS werden für eine Kontaktaufnahme verstärkt von jüngeren Zielgruppen genutzt. Laut Customer Service Report, Vol. 4, atms 2010 nehmen per SMS nur 2% der 18-29 jährigen „Millennials" (die nach 1980 Geborenen) Kontakt mit der gewünschten Firma auf. Der Trend ist altersbedingt stark steigend. Die aktive SMS-Kontaktaufnahme der Bürger ist das Eine, die Möglichkeit der Firmen, SMS als Informations-und Marketingkanal zu benutzen das Andere.

In Österreich wurden 2010 6,4 Milliarden SMS verschickt (siehe Telekom Report der RTR). Dies beinhaltet den Versand vorwiegend über privat genutzte SIM Karten, wie auch industriell über Gateways genutzte SIM Karten. Informations-  und Marketing-SMS, die von Firmen an Kunden verschickt  werden, bewegen sich aber sicherlich noch im einstelligen Prozentsatz.

Die Vorteile des SMS-Versands  sprechen für sich: Eine SMS-Lösung ist leicht in den bestehenden Applikationen implementierbar. Meist reicht ein https request, der den SMS-Versand startet. Zusätzlich gibt es bei SMS Versand - im Gegensatz zu Printkampagnen -  keine Streuverluste. Und bei Kosten von einem einstelligen Eurocent Betrag pro SMS lassen sich auch große Versandvolumina kaufmännisch vertreten.

In diesem Zusammenhang möchte ich - wie  mein Kollege Markus Buchner - auf die „Kundenservice-Initiative 2011"der österreichischen Tageszeitung Kurier verweisen. In dem Beitrag „Was Kunden lieben" (http://kurier.at/nachrichten/4151823.php) sehen Sie weiter unten im Text unter „Kleine Extras" Firmenbranchen mit möglichen Aktivitäten zur Kundenbindung aufgezählt. Das bringt mich wiederum zum SMS-Versand als hervorragend geeignetes Kundenbindungstool: Warum lasse ich dem Kunden beim Friseur neben der Kopfmassage nicht auch eine SMS-Terminerinnerung zukommen? Statt ausschließlich bei der Reparatur eines Autos eine Innen-und Außenreinigung vorzunehmen, teile ich dem Autobesitzer auch gleich per SMS mit, dass sein Auto zur Abholung bereit steht. Persönlich erst einmal erlebt, dafür umso mehr genossen:  Lufthansa hat mir am großen Flughafen Frankfurt mitgeteilt, dass sich das Abfluggate verschoben hat. Danke! Während andere Passagiere noch am falschen Gate warteten, konnte ich in aller Ruhe das neue Gate aufsuchen.

Besonders kann man mit SMS-Kundenservice dann punkten, wenn der Service für den Endkonsumenten einen Mehrwert darstellt und man die Dienstleistung überraschend, also ohne extra Bestellung seitens des Konsumenten, anbieten kann. Allerdings  muss bei SMS, die auch als Marketingkanal für z.B.  Promotions verwendet werden, darauf geachtet werden, dass der Kunde die Info-SMS nicht als Spam versteht und diese somit eine Belästigung für den Endkonsumenten darstellen. Dem kann durch einen wohl überlegten Zeitpunkt und durch die Häufigkeit des Versandes entgegengewirkt werden.  Dennoch ist es mir wichtig mitzuteilen, dass SMS als Kontaktkanal im Sinne von „Unified Messaging" nur ein Kanal neben vielen ist. Dieser ist, meiner Meinung nach, allerdings von Unternehmen noch lange nicht ausgeschöpft worden und steckt somit in den Kinderschuhen.

Denn, welcher Berufstätige kennt nicht diese lapidare, telefonische Auskunft: Hr. Aberle, ihre Möbellieferung wird nächsten Montag zwischen 12:00 Uhr und 17:00 Uhr zugestellt! Ich würde mich sehr über ein zusätzliches  Info-SMS eine Stunde vor Lieferung freuen, und mir somit einen halben Urlaubstag ersparen.

Sie auch?

Auf Ihre Sicht der Dinge, gerne auch per SMS, freut sich Ihr

Lorenz Aberle

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Praktisch!

  • Von: Leonie
  • , 08. März 2012,
  • 09:36

Es gibt ja auch SIM Karten, die gratis sind. Jedoch muss man sich dort Themen aussuchen die einen interessieren und bekommt dann Werbung. Finde ich nicht schlimm, solange es sich in grenzen hält.
So einen Service mit einer SMS in der steht, dass man sein Auto abholen kann oder das sich der Flug oder die Bahn verspätet fände ich sehr praktisch.

Zu schwach

  • Von: Matthias
  • , 28. September 2011,
  • 21:38

SMS als Kontaktmöglichkeiten scheitert meiner Meinung nach vor allem an den relativ geringen Möglichkeiten, Werbebotschaften zu verpacken. Eine geringe Anzahl an Zeichen und die fehlende Bereitschaft der Konsumenten die Handynummer herauszugeben (man hat in der Regel nur eine Handynummer aber mehrere Email-Adressen!) machen die SMS maximal zu einer Ergänzung.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass der Kontaktkanal "SMS" einer Firma nicht im vollen Umfang über Nacht zur Verfügung steht, sondern einen Kontaktkanal darstellt, der über die Zeit entwickelt werden muss. Entwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang schlicht "Handy Nummern sammeln". Meine Erfahrung zeigt mir, dass Kunden immer öfter und gerne Ihre Handy Nummer bekannt geben, auch weil Sie vermehrt keine Festnetz Nummer mehr besitzen. Darüber hinaus helfen Gewinnspiele oder SMS-Abstimmungen, um Nummern von möglichen Interessenten zu erhalten.
Die geringe Anzahl an Zeichen stellt eher eine kaufmännische Überlegung dar, da die maximale Anzahl möglicher Zeichen pro SMS durch einen Versand mehrerer SMS multipliziert werden kann.

Spam

"Die geringe Anzahl an Zeichen stellt eher eine kaufmännische Überlegung dar, da die maximale Anzahl möglicher Zeichen pro SMS durch einen Versand mehrerer SMS multipliziert werden kann."

Wenn man dann von ein paar Anbietern SMS-Berichte bekommt kann Dies schon ziemlich viel werden und auf die Dauer ganz schön auf die Nerven gehen. Obwohl kein richtiger Spam wirkt es dann dennoch ziemlich spammig.

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